Die IMTA-Stadt VS-Villingen stellt sich vor
Villingen-Schwenningen, das auf englisch ausgesprochen („feeling-swinging“) ganz anders klingt, ist eine besondere Stadt. Die 1972 geschlossene „Ehe“ zwischen dem am Rande Badens liegenden Städtchen Villingen und dem bis 1907 größten Dorf Württembergs hält nun seit über 35 Jahren und hat sowohl Gleiches wie auch Unvereinbares zusammengebracht: dies- und jenseits der europäischen Wasserscheide gelegen, zwei unterschiedliches Landesherrschaften, zwei unterschiedliche Konfessionen, Industriearbeiterschaft und behäbiges Beamtentum, historisch gewachsene und gepflegte Rivalitäten, aber auch und immer noch aktuell der Wille und der Ehrgeiz, gemeinsam mehr zu erreichen als jeder für sich allein. Der Tatsache, dass die zwei größten Stadtteile eine räumliche Distanz von 6 km trennt, haben Sie als Besucherin und Besucher der IMTA zu verdanken, dass Sie sich aus Gründen der Zeitersparnis und Logistik heute nur in Villingen aufhalten werden. Wir möchten Ihnen für einen weiteren Besuch jedoch auch die „zweite Hälfte“ der Baden-Württembergstadt empfehlen. Hier finden Sie die Geschichte der Uhrenindustrie im Uhrenindustriemuseum, die Geschichte von Stadt und Region im Heimat- und Uhrenmuseum, aktuelle Kunst und Klassische Moderne in der überregional ausstrahlenden Städtischen Galerie, aber auch attraktive Einkaufsmöglichkeiten, ungewöhnliche Cafés (X-Touch, Capitol) und die überwältigende Naturlandschaft Schwenninger Moos. Villingen wird aufgrund seines beinah vollständig erhaltenen mittelalterlichen Mauerrings und der hübschen Häuserfassaden häufig von Touristen bevorzugt, aber lassen Sie sich von diesem Charme nicht blenden, besuchen Sie beim nächsten Mal Schwenningen (hier wird ab 22. Juni bis 31. August die Ausstellung „Heinrich Zille. Kinder der Straße“ in der Städtischen Galerie gezeigt).
Text: Dr. Anita Auer

