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IMTA Weg in Wort und Bild

Wir begleiten Sie nun auf dem IMTA-Weg, um Ihnen die Orientierung zu erleichtern und die Schönheiten am Wegesrand ein bisschen näher zu bringen. Wir möchten Sie allerdings nicht mit allen historischen Einzelheiten langweilen und wählen subjektiv „Highlights“ aus - ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Wie Sie an der Wahl des IMTA-Logos bereits bemerkt haben, spielen die Tortürme in Villingen eine wichtige Rolle. Drei von vier haben sich erhalten. Sie können Ihnen eine wichtige Orientierungshilfe leisten oder Sie vollständig aus dem Plan bringen, denn für Fremde sieht jeder Turm gleich aus. Kenner wissen jedoch, dass man sie an den Farben der Zifferblätter unterscheiden kann: im Süden, wo der IMTA-Weg beginnt, steht kein Tor mehr. Hier befand sich bis ins 19. Jahrhundert das Niedere Tor (die Uhr des Torturms hat sich im Franziskanermuseum erhalten). Gegenüber im Norden steht das Obere Tor (grünes Zifferblatt), im Westen das Riettor (blaues Zifferblatt), im Osten das Bickentor (rotes Zifferblatt).
 
IMTA-Weg
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1. Neue Tonhalle,
In bester Innenstadtlage, am historischen Stadtkern von Villingen gelegen, eröffnete im Sommer 1999 die mit modernster Tagungs- und Veranstaltungstechnik ausgestattete "Neue Tonhalle". Sie bietet Fest-Veranstaltungen, Kongressen, Symposien, Seminaren, Präsentationen, Empfänge und Konzerten. Die zwischen Tonhalle und Straße aufgestellte Skulptur „Schwenninger Orange“ stammt von Gerold Miller (1990), Die Kunst in den Räumen der Neuen Tonhalle von Jürgen Palmtag.
Auf dem Weg von der Neuen Tonhalle in die Innenstadt begegnen Sie möglicherweise Graf Berthold, dem legendären Gründer der Stadt. Er gilt als Vorfahre des Adelsgeschlechts der Zähringer und erhielt 999 das Markt-, Münz- und Zollrecht von Kaiser Otto III. für seinen Ort Villingen. Eine Kopie der ersten Münzen, die in Villingen geprägt wurden (sogenannte Denare), finden Sie im Franziskanermuseum. Den kreuzförmigen Grundriss der Stadt und die Bächlein, die durch die Straßen fließen, soll Villingen mit anderen Zähringergründungen gemein haben.
 
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Die Sparkasse Schwarzwald-Baar, mit ihrer über 150jährigen Tradition, ist einer der größten Förderer von Jugend, Kunst und Kultur in der Region, nach außen sichtbar u.a. durch die Plastik des Rottweiler Künstlers Erich Hauser im Innenhof der Hauptstelle Villingen.
 
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3. Theater am Turm
Das Theater ist dem Kaiserturm benachbart, der 1372 erbaut wurde. Im Turm wird eine Dokumentation zum Thema „Villinger Wehranlagen und Belagerungen“ gezeigt. Der Tordurchbruch stammt aus dem späten 19. Jahrhundert.
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4. St. Ursula     
Das Bickenkloster, wie es wegen seiner Lage neben dem Bickentor auch heißt, ist das einzige Kloster, das seit dem Mittelalter bis heute ohne Unterbrechung besteht. Insgesamt gab es in Villingen sechs Klöster: die Johanniter, die Klarissen, die Dominikanerinnen, die Franziskaner, die Benediktiner und Kapuziner. Ursula Haider aus Valduna im Allgäu gründete das Klarissenkloster 1480. Aufgrund familiärer Verbindungen zu den ersten Nonnen schickten viele Konstanzer Patrizierfamilien ihre Töchter nach Villingen ins Kloster. Die wunderschöne Klosterpforte stammt von 1597. 1782 übernahmen die Ursulinen das Kloster, um darin eine Schule zu betreiben.
Seit 1990 existieren die St. Ursula-Schulen in der Trägerschaft der Schulstiftung der Erzdiözese Freiburg. Sie bestehen aus einem allgemeinbildenden Gymnasium sowie einer Realschule und werden derzeit von 645 Schülerinnen und Schülern besucht.
 
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5. Klosterringschule 
Die Schule befindet sich ebenfalls in einem ehemaligen Klostergebäude, dem der Dominikanerinnen, die sich 1236 in Villingen niederließen. Seit 1270 lebten die Dominikanerinnen in diesem Gebäude, das in der Mitte zum 19. Jahrhundert zur Mädchenschule umgebaut wurde.
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6. Stadtbibliothek  
Die Stadtbibliothek residiert seit 1974 im sogenannten Harderschen Haus. Das Gebäude war im 14. Jahrhundert wahrscheinlich die Zehntscheuer der Elendjahrzeitpflege. 1951 eröffnete die Elektro- und Radiogroßhandlung aus Konstanz hier eine Filiale.
 
Auf Ihrem weiteren Weg treffen Sie unweigerlich auf das Münster mit seinen bunten Turmziegeln. Archäologische Grabungen datieren den ersten Bau auf die Jahre nach 1120, den zweiten, spätromanischen nach 1220 und um 1300 den gotischen Neubau. In den folgenden Jahrhunderten wurde der Bau immer wieder architektonisch verändert und die Ausstattung dem Zeitgeschmack angepasst, wodurch ein bemerkenswertes Stilgemisch entstand. Besonderes Augenmerk verdienen im Innern die steinerne Kanzel des 16. Jahrhunderts mit einer Kreuztragung und die Statue des Heiligen Jakob, der die Pilger krönt, aus dem 14. Jahrhundert.
 
Auf dem Münsterplatz plätschert der Brunnen von Klaus Ringwald. Acht große Bronzeplatten wurden zu einer Brunnensäule zusammengestellt, die chronologisch Stadtgeschichte und -geschichten wiedergibt, - mit zum Teil witzigen und respektlosen Details.
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7. Altes Rathaus  
In dem Komplex aus ursprünglich drei Gebäuden war das erste Museum der Stadt untergebracht, die 1876 gegründete Städtische Altertümersammlung. Das älteste Bauteil datiert um 1200 und ist im Erdgeschoss (heute: Bürgeramt) samt Antrittstein (Sondage) zu sehen. Das aufwändig gestaltete Renaissanceportal (mit Treppenturm von 1587) befindet sich auf der Seite (Rathausgasse). Im Innern sind eine wertvolle Intarsientüre aus dem Benediktinerkloster (1588), ein Leuchterweibchen des 16. Jahrhunderts und der Prachtofen von Johann Glatz (1895) besonders hervorzuheben.
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8. Matthäus-Hummel-Saal  
Das Feuerwehrhaus beherbergt im ersten Obergeschoss einen Saal, der nach dem Gründungsrektor der Universität Freiburg und Sohn der Stadt, Matthäus Hummel, benannt ist. Die Beziehungen zwischen der Universität Freiburg und der Stadt Villingen wurde in den Pestzeiten des 16. und 17. Jahrhunderts noch enger, als einzelne Fakultäten die schon damals berühmt gute Luft der Baar jener schwülen des Oberrheingrabens vorzogen (Pestfluchten).
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9. Karl-Bracht-Realschule
Auch diese Schule nutzt ein ehemaliges Klostergebäude, nämlich das der Benediktiner von St. Georgen. Als das württembergische St. Georgen zur Zeit der Reformation protestantisch wurde, mussten die katholischen Mönche fliehen und fanden Zuflucht in Ihrem Pfleghof in Villingen. Dieser wurde nach und nach ausgebaut bis im 17. und 18. Jahrhundert der heute noch erhaltene Klosterbau als barocke Gesamtanlage errichtet wurde. Sehenswert ist das heutige Lehrerzimmer und frühere Refektorium mit Stuckdecke.
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10. Benediktinerkirche 
Die Benediktinerkirche ist nur von der Kanzleigasse aus zugänglich. Es handelt sich um ein Werk des Vorarlberger Barockbaumeisters Michael Thumb. Die rekonstruierte Silbermannorgel hat sich seit ihrer Einweihung zu einem Publikumsmagnet entwickelt.
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11. Das Münsterzentrum,
das sich an die Benediktinerklosteranlage anschließt, enthält Veranstaltungs- und Tagungsräume. Ein kunstvolles schmiedeeisernes Gitter trennt den Innenhof vor dem (heutigen Besucher-)Eingang zur Benediktinerkirche von der Straße ab. Es stammt vom Villinger Kunstschmied Klaus Walz, dessen Werk sogar im Londoner Victoria-and-Albert-Museum zu bewundern ist.
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12. Franziskaner Konzerthaus und Franziskanermuseum
In einer franziskanischen Klosteranlage des 13. bis 18. Jahrhunderts ist heute das Kulturzentrum mit Konzerthaus, Museum, Seminarräumen, Ticketservice, Tourist-Info und Café untergebracht. Das Konzerthaus ist für seine herausragende Akustik berühmt. Anne-Sophie Mutter und Yehudi Menuhin waren schon Gäste. Das kulturgeschichtliche Regionalmuseum zeigt Stadtgeschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart, Volkskunde des Schwarzwalds und das größte hallstattzeitliche Fürstengrab in Mitteleuropa aus dem Magdalenenberg (südlich von Villingen).
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13. Gymnasium am Romäusring
Die Schule führt den Stadthelden, Romäus Mans, im Namen, vielleicht nicht von ungefähr, denn dieser wurde aufgrund seiner Unbotmäßigkeit und frecher Reden in den nicht weit entfernten Diebsturm (heute: Romäusturm) zu lebenslanger Haft eingesperrt. An der Schule selbst prangt ein Schülergemälde im Stile Keith Harings. Dieser Abi-Streich überliefert einen zeitgemäßen Romäus und sein Motto „free up your mind“ den nachfolgenden Schüler(und Lehrer)Generationen.
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14. Jugendhaus 
Ein Kunstwerk von Paul Revellio (geboren 1957) muss durchschritten werden, um ins Gebäude zu gelangen. Das Vortor besteht aus einem halben Schlüssel- oder Guckloch, Symbol des Voyeurismus und namensgebend für das hier ebenfalls beheimatete Kommunale Kino. Die aufgemalten „Glotzer“ mit ihrem Starren fungieren sicherlich als Abwehr schräger Blicke (von der Nachbarschaft auf das Treiben der Jugend).
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15. St. Fidelis
Die katholische Kirche St.Fidelis wurde am 27.06.1927 mit einer sog. Notkirche begründet. Nach dessen Abriss entstand 1954 die heutige Fideliskirche, welche 1986 renoviert wurde. 
 
Obwohl natürlich Information und Kommunikation bei einer Veranstaltung wie der IMTA im Vordergrund stehen, möchten wir auch auf die Orte der Muße und Entspannung hinweisen. Für das leibliche Wohl wird an verschiedenen Verpflegungsorten gesorgt. Geistige Entspannung finden Sie in den Gärten der Ringanlagen außerhalb der Stadtmauer oder auf dem Hubenloch, einem Park im Westen vor dem Riettor. Wer es wildromantisch liebt, wählt den etwas versteckten und nicht durchgängig markierten Weg entlang der Brigach, der Sie bis in den Kurgarten (mit Skulpturen des Keramikers Richard Bampi) führt, hinter dem sogleich der Schwarzwald beginnt.

Dr. Anita Auer
IMTA
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